
Ulrich Hehenkamp: Ich bin Vorsitzender des Vereins „För Mönkeberg“
"Wir haben überlegt, was wir in Eigeninitiative für…
"Um den Klimawandel aufzuhalten müssen Treibhausgas-Emissionen eingespart werden - auch beim Verkehr. Ich möchte, dass Preetz eine richtige Fahrradstadt wird."
In unserer Interview-Reihe beantworten Menschen aus dem Kreis Plön die Frage, warum Sie sich ehrenamtlich engagieren. Diese Beiträge machen das vielfältige Engagement im Kreis sichtbar und ermöglichen Einblicke in verschiedene Ehrenamtsfelder. Unser Ziel ist es, Menschen zu inspirieren, die sich ebenfalls ehrenamtlich engagieren möchten.
Mein Name ist Antje Seebens-Hoyer und ich engagiere mich für die Elterninitiative "Kidical Mass Preetz" und den NABU Preetz-Probstei für bessere Schul- und Radwege und eine nachhaltige Mobilität in Preetz.
Um den Klimawandel aufzuhalten müssen Treibhausgas-Emissionen eingespart werden - auch beim Verkehr. Das ist in Deutschland und auch in Preetz bislang leider nicht passiert. Ein wesentlicher Grund ist, dass die Anzahl der Autos immer weiter steigt. Allein in den letzten 10 Jahren hat die Anzahl der Kfz in Preetz um 20 % zugenommen und die meisten Leute fahren immer mehr statt weniger Auto. Dabei ist es in Preetz so einfach, viel mit dem Fahrrad zu erledigen, denn wir haben eine hervorragende Infrastruktur und die Wege sind kurz. Ich möchte, dass Preetz eine richtige Fahrradstadt wird.
Ich tausche mich mit meinen Mitstreiter*innen regelmäßig aus. Wir planen und bereiten gemeinsam unsere Aktionen vor. Oft ist viel Recherchearbeit notwendig. Wir nehmen ab und zu an den Sitzungen des Ausschuss für Hoch- und Tiefbau statt, wo die Stadtverwaltung Verkehrsthemen besprochen und beschlossen werden. Wir haben eine Internetseite (www.kidical-mass-preetz.de), schreiben für die Kidical Mass Preetz monatlich einen Artikel fürs Stadtmagazin und geben zu unseren Aktionen Pressemitteilungen heraus. Und wir machen gemeinsam mit vielen Helfern unsere Aktionen wie den Fahrrad-Korso "Kidical Mass" und die Schulstraßenaktion, bei der wir eine Woche lang die Elterntaxis aus dem Lohmühlenweg verbannt haben. Für den NABU schreibe ich außerdem Stellungnahmen zu Bebauungsgebieten, in denen ich regelmäßig z.B. bessere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und erstklassige Radwege fordere.
Wir haben viel Aufmerksamkeit mit unseren Aktionen erregt und eine gute Presse bekommen. Bei der ersten Kidical Mass in Preetz hatten wir gleich 450 Teilnehmer*innen! Ich denke wir waren nicht ganz unbeteiligt daran, dass die Schulwegeplanung beim Mobiliätskonzept der Stadt Preetz eine hohe Priorität erreicht hat. Der Ausschuss für Hoch -und Tiefbau möchte nach unserer Aktion eine Schulstraße an der Friedrich-Ebert-Schule einrichten.
Momentan beschäftigen wir uns vor allem damit, wie wir eine Schulstraße im Lohmühlenweg einrichten können. Wir suchen eine Möglichkeit, wie das mit dem Straßenverkehrsrecht vereinbar wäre. Das ist leider gar nicht so leicht, denn die Straßenverkehrsordnung priorisiert noch sehr stark das Auto. Außerdem entscheidet der Kreis und nicht die Stadt Preetz darüber, wo z.B. Tempo 30 eingerichtet werden darf.
Alle, die sich für besser Schul- und Radwege einsetzen wollen. Wir können natürlich immer Leute gebrauchen, die sich voll einbringen wollen und überall dabei sind. Genauso hilfreich ist jemand, der ab und zu mal zum Ausschuss für Hoch- und Tiefbau geht oder bei unseren Aktionen beim Aufbau oder als Ordner*in hilft.
Charlotte Reimann vom Preetzer Lesefest und Henning von Schöning vom ADFC
Unter www.kidical-mass-preetz.de und unter www.nabu-preetz-probstei.de.
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